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Rinspeeds „MetroSnap“
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Modulare Mobilitätssysteme

Fahrzeuge ohne Tabus

Der Schweizer Visionär Frank M. Rinderknecht hat soeben sein 26. Concept Car von Rinspeed vorgestellt: Der „MetroSnap“ ist ein automatisiertes und modulares Mobilitätssystem, das je nach Bedarf Menschen oder Waren transportiert.

Höher, schneller, weiter – das war gestern. Fortschritte in der Mobilität werden nicht mehr nach Schnelligkeit und Reichweite gezählt. Vielmehr geht es darum, wie Menschen bequem, sicher und klimafreundlich zu ihrem Ziel gelangen. Oder auch: wie sich das Ziel zu ihnen bewegt.

„Die Menschen wünschen sich immer mehr Komfort und Einfachheit in ihrem Leben, und das wollen wir mit unseren innovativen Transportlösungen ermöglichen“, sagt Frank M. Rinderknecht. Er ist Gründer der Rinspeed AG, die schweizerische Ideenschmiede für automobile Konzepte.

Konzeptgrafik mit Container als Verkaufsstand
Shuttle, Paketstation – und fahrender Tante-Emma-Laden, der frische Lebensmittel zum Kunden bringt (Foto: Rinspeed AG)

„Wenn wir auch in Zukunft unsere individuelle Mobilität erhalten wollen, müssen wir das Auto ohne Rücksicht auf Tabus neu denken“, sagt Rinderknecht. Und wenn einer Ideen und Konzepte ohne Rücksicht auf bestehende Grenzen erdenken kann, dann ist das Rinderknecht. Er gilt als visionärer Erfinder und Pionier des Nachhaltigkeitsgedankens. Einige der verrücktesten, aber auch innovativsten Ideen im Automobilbau gehen auf seine Kappe.

Modulares Mobilitätssystem

Rinderknechts jüngstes Konzeptfahrzeug ist der „MetroSnap“, ein automatisiertes und modulares Mobilitätssystem, bei dem Fahrwerk (Skateboard) und Karosserie (Pod) getrennt funktionieren. Je nach Bedarf können unterschiedliche Pods auf das Skateboard gesetzt werden. Im einen Moment ist das Fahrzeug ein Shuttle für bis zu sechs Personen, im nächsten ein fahrender Tante-Emma-Laden und im übernächsten eine Paketstation, die das Paket zum Kunden bringt.

Inspiriert wurde die Wechselsystematik von der Luftfahrt. Durch den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Pods erfüllen die Fahrzeuge unterschiedliche Anforderungen an den Transport von Menschen und Waren – und sind dadurch höchst effizient.

Mobility as a Service

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Der „MetroSnap“ transportiert je nach Bedarf Menschen oder Waren (Foto: Rinspeed AG)

„Mobility as a Service“ wird bei Rinspeed wortwörtlich genommen, denn der Mensch steht in allen Überlegungen im Mittelpunkt. Und, so Rinderknecht, der entscheidende Schritt in Richtung Serie sei getan.

Ziel ist es, dass die Skateboards ununterbrochen im Einsatz sein werden. Da die Batterien zwischen Skateboard und Pod aufgeteilt sind, muss der „MetroSnap“ nicht zum Laden geparkt werden. Wie beim Boxenstopp eines Rennwagens wird beim Austauschen der Pods gleichzeitig auch die Batterie ausgetauscht. Die Schweizer nennen das „Hot Swap“. Geladen wird die Batterie dann ohne Zeitverlust beim Reinigen oder Laden des Pods.

Die Umsetzung erfolgt, wie auch in anderen Projekten von Rinspeed, durch diverse Kooperationspartner aus der ganzen Welt. Auch die Messe Frankfurt ist mit der Hypermotion offizieller Partner der Schweizer. Der Rinspeed „MetroSnap“ wird im Herbst 2020 sowohl auf der Hypermotion als auch auf der Automechanika zu sehen sein.

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