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Der digitale Hafen

Vom lokalen Hafenbetreiber zum Smart Logistics Provider: 1972 hat DP World den ersten Hafen in Dubai aufgebaut, heute ist der Konzern einer der weltweit größten Hafenbetreiber – und Global Leadpartner der Hypermotion. DP World entwickelt innovative und integrale Lösungen für die gesamte Lieferkette. Ziel ist es, der führende End-to-End-Supply-Chain-Solutions-Provider zu werden.

Wir beginnen mit einer Zeitreise. Angefangen hat es relativ klein, als das lokale Unternehmen in Dubai 1972 seine erste maritime Einrichtung, den Port Rashid, aufgebaut hat. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren erst ein Jahr alt, und Rashid damals Dubais erster Handelshafen mit nur zwei Portalkränen und einer Kapazität von weniger als 100.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit). Seither hat sich viel getan: DP World verfügt über 150 Häfen und Terminals, hat über 55.000 Mitarbeiter, rund 95 Millionen TEU-Kapazität und ist damit heute einer der größten Hafenbetreiber der Welt.

Seine Produktions- und Vertriebszentren hat der arabische Konzern an strategischen Standorten rund um den Globus in der Nähe von See-, Luft-, Straßen- und Schienenverbindungen eingerichtet – und hat das Netzwerk in den vergangenen Jahren noch einmal verdichtet, indem er weitere Terminals, Reedereien und Speditionen übernommen und Hinterlandterminals geschaffen hat. Noch erzielt DP World mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Containerumschlag, investiert aber massiv in digitale Innovationen und baut intelligente Logistikzentren und Freihandelszonen auf.

Multimodale Supply Chain

CEO H.E. Sultan Ahmed Bin Sulayem
„Die Dynamik des Welthandels hat sich verändert“, so CEO H.E. Sultan Ahmed Bin Sulayem (Foto: DP World)

Im Fokus stehen dabei vor allem vielversprechende Entwicklungs- und Schwellenländer. Geplant sind etwa eine große Industriezone in Indonesien und eine „Free Economic Industrial Zone“ in Namibia. „Die Dynamik des Welthandels hat sich verändert und der Bedarf an fokussierten Zonen mit entwickelter Infrastruktur und direktem Zugang zur internationalen Schifffahrt hat zugenommen“, erzählt H.E. Sultan Ahmed Bin Sulayem, Group Chairman und CEO von DP World. „Hersteller weltweit suchen nach diesen Standorten und nach Wegen, um näher an ihre Kunden ranzukommen, ihre Logistik zu verbessern und in neue Märkte zu expandieren.“

Deshalb betreibt DP World heute nicht mehr einfach nur Häfen und Terminals, sondern ist ein integraler Bestandteil der Lieferketten. „Unser multimodaler Supply-Chain-Ansatz hat das Frachtvolumen für unsere Kunden erhöht und die Transitzeiten für ihre Produkte verkürzt“, so Sultan Bin Sulayem. Das Ziel für DP World ist klar: Der Hafenbetreiber will der weltweit führende End-to-End-Supply-Chain-Provider werden und so den globalen Welthandel entscheidend prägen.

Disruptive Entwicklungen

Traditionelle Spediteure kämpfen zunehmen damit, die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen. Lieferketten werden immer komplexer und globaler, neue Technologien sind weiter verbreitet, Regularien ändern sich ständig – und die Nachfragemuster wandeln sich entsprechend mit. „Disruptive Trends und Technologien wie Cloud, Industrie 4.0, Blockchain, Big Data, KI und Robotik verändern die globale Handelslogistik, gleichzeitig verändert sich die Branche nur langsam und ist an vielen Stellen noch ineffizient. Vieles hängt nach wie vor von komplexen und strengen Formalitäten sowie von physischen Interaktionen zwischen einzelnen Personen ab“, erzählt Sultan Bin Sulayem.

Container-Yard-System Boxbay
Das intelligente Container-Yard-System Boxbay reduziert den Platzbedarf von Terminals um bis zu 70 Prozent (Foto: DP World)

Das will DP World ändern und investiert stark in digitale Logistikinnovationen. Vor Kurzem ist etwa das intelligente Container-Yard-System Boxbay, ein Joint Venture mit der deutschen SMS Group, am Jebel Ali Port in die Pilotphase gestartet. Anstatt Container direkt übereinander zu stapeln, wie es seit Jahrzehnten überall auf der Welt üblich ist, platziert das System jeden Container in einem individuell angepassten Rack. Und das bis zu elf Stockwerke hoch. Jeder Container ist dabei einzeln zugänglich, ohne dass ein anderer bewegt werden muss. Boxbay bietet so mehr als die dreifache Kapazität einer herkömmlichen Warft und reduziert den Platzbedarf von Terminals um bis zu 70 Prozent.

Blockchain und Hyperloop

Ebenfalls in diesem Jahr ist DP World der Blockchain-Plattform TradeLens von Maersk und IBM beigetreten, die Daten aus dem gesamten globalen Ökosystem der Lieferkette einschließlich Versendern, Hafenbetreibern und Reedereien vereint. „Dadurch werden für uns die Containerströme über mehrere Spediteure hinweg früher sichtbar und die Hofplanung auf den Häfen verbessert. Gleichzeitig wollen wir mithilfe der Plattform manuelle und papierbasierte Dokumente modernisieren und durch Blockchain-fähige digitale Lösungen ersetzen“, sagt CEO Sultan Ahmed Bin Sulayem.

DP World Cargospeed
Der DP World Cargospeed soll palettierte Ware und besonders eilige Fracht im Hyperloop transportieren (Foto: DP World)

Eine weitere große Innovation ist der DP World Cargospeed, ein auf Hyperloop basiertes Cargo-System, das in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Virgin Hyperloop One entsteht. Das System soll palettierte Ware und besonders eilige Fracht im Hyperloop transportieren. „Wir haben nicht vor, einen Hyperloop über den Ozean zu bauen, aber möchten mit unserem System die Güterverkehrskapazität durch die Anbindung an bestehende Straßen-, Schienen-, Hafen- und Luftverkehrsmittel erweitern, um eine bessere Anbindung an Produktionsparks, Wirtschaftszonen und Vertriebszentren in regionale städtische Zentren zu ermöglichen“, so Sultan Bin Sulayem.

DP World will nichts Geringeres, als, mithilfe von Innovation und Technologie, die globale Handelslogistik zu revolutionieren. Aus diesem Grund ist das Unternehmen Global Leadpartner der Hypermotion Frankfurt und der Hypermotion Dubai geworden. „Die Hypermotion bringt innovative Köpfe und Ideen für die Transformation der Mobilitäts- und Logistikbranche zusammen“, so Sultan Bin Sulayem. „Von integrierten Logistikkonzepten bis hin zu disruptiven Ideen und digitalen Netzwerken ermöglicht uns die Hypermotion, mit Branchenkennern zusammenzuarbeiten, um eine Welt mit intelligenterem Handel und intelligenterer Logistik aufzubauen.“

DP World und Virgin Hyperloop auf der Hypermotion

H.E. Sultan Bin Sulaymen, Group Chairman and CEO bei DP World, hält im Rahmen der Hypermotion eine Keynote. Ebenso wie Bruce Kemp, Global Director for Safety Certification and Regulatory Compliance bei Virgin Hyperloop, der zum Thema „Virgin Hyperloop: Translating vision to reality“ spricht.

Das gesamte Konferenzprogramm finden Sie hier: https://events.messefrankfurt.com/2020/hypermotion/de/Calendar

Tags

  • Transport & Logistics

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